SCHWEIZERISCHE FISCHEREIVERBÄNDE – FEINDE DES FISCHERS?

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Verband, FKZ, AFV, Alpenfischer

Die Fischerei steht im Mittelpunkt – auch wenn andere Traktanden phasenweise höhere Priorität geniessen. Und Fische entnehmen, das würden reine Naturschützer natürlich nicht.

Aktuell kommt in öffentlichen Diskussionen der Verdacht auf, dass sich die Verbände, sei es nun der SFV oder ein Kantonalverband, sich lieber um Naturschutz, denn um das eigentliche Thema «Fischen» kümmern.

Text und Bild: Andi Binder

Und sich damit unter das Dach der Natur-/Tierschutzorganisationen einreihen, welche ja über eine massiv grössere Lobby verfügen, welche nicht zwingend noch unterstützt werden müsste. In des Kritikers Optik sollen sich die Verbände, tragen ja das Wort «Fischerei» in ihren Namen, besser um das Fangen und verwerten der Fische kümmern, als um ihre Umweltschutz-Themen.

Stimmt dieser Verdacht?

Der Hobbyfischer könnte geneigt sein, diesem Verdacht auf den Leim zu gehen. Wer sich der Thematik jedoch etwas genauer annimmt, wird rasch die Überzeugung erlagen, dass es in der Praxis leider viel komplexer ist.  Die Natur und Umweltverbände helfen sehr wohl, dass unsere Fische wieder Rahmenbedingungen erhalten, welche der wachsenden Bevölkerung zum Trotz, ihnen eine Chance zur Bestandes Sicherung oder noch besser zur Verbesserung geben. Was diese Natur und Umweltverbände aber nie haben werden, ist eine 100% Fokussierung auf das Thema Fisch. Diese hat ein Fischereiverband mit seinen Experten hingegen – z.B. beim Bau von Umgehungsgewässern oder Fischtreppen.

Wieso nicht mehr zum Thema Fischen?

Kaum ein Verbandsmitglied würde seine abendliche Fronarbeit am grossen Tisch umgeben von bezahlten Amts/Kantonal/Umweltvertretern zum Thema Neukonzessionierung Kraftwerk XY nicht gegen eine Diskussion zu einem konkreten Anglerthema eintauschen wollen. Denn diese gehen für die Mehrzahl der in den Verbänden passionierten Fischer leichter von der Hand, wenn die Schlagzeile Regenbogenforellen Besatz, Schwarzmeergrundel oder Widerhakenverbot lauten würde. Aber wer erledigt dann mit Nachdruck Themen wie Ausbaggerung Stausee XY und andere für die Fischerei relevante Problem-Themen mit viel weitreichenderen Folgen als ob nun ein Besatz mit Junghechten sinnvoll ist oder eben nicht. Der Fischer steht am Ende dieses Wasser-Ökosystems. Sind die ersten Glieder in desolatem Zustand, gibt es hinten raus nichts mehr zu flicken, sprich zu fischen!

Fische töten?

Zukünftig gefordert werden die Verbände zu Themen wie Fischentnahme, C&R, Fangfenster, Fangquoten, Fangverbote usw. Hierzu dürfen wir nicht vergessen, dass aktuell die breite Bevölkerung eine Legitimation für die Angelfischerei nur unter der Annahme erteilt, wenn es sich um eine lokale Nahrungsbeschaffung nach ethischen Regeln handle. Diesem Spannungsbogen, welchen wir Fischer schon in unseren eigenen Reihen haben,  müssen wir tunlichst in Zusammenarbeit mit allen an der Angelfischerei beteiligten Parteien lösen, damit die Angelfischerei nicht einem  von Tierschützern vorschnell geforderten Verbot unterliegt.

Gewässerschutz – Fischerei – Sensibilisierung der Bevölkerung; es ist eine sehr breite Themenwahl, welche auf der Traktanden Liste der Verbände auftaucht. Wer ausser den kantonalen Fischereiverbänden und dem SFV soll diese Zusammenhänge besser verstehen um daraus notwendige Massnahmen vorzuschlagen?

Wem die Angelfischerei am Herzen liegt, neue Sichtweisen einbringen und etwas bewegen möchte, ist innig aufgerufen folgendem Appell zu folgen, Danke!

Gesucht: Nachfolger/ innen in den AFV und den FKZ Vorstand

Aargauischer Fischereiverband: An der nächsten DV werden 2 langjährige VS Mitglieder zurücktreten. Der VS braucht eine(n) Vizepräsidenten/in und eine(n) Sekretär/in.  Interessierte Fischerinnen und Fischer werden in einem guten Team eingearbeitet. Interessierte melden sich bitte beim Präsidenten Kurt Braun, E-Mail: kurt.braun@aarg.fischeriverband.ch

Fischereiverband Zürich: Sucht auf die nächste Delegiertenversammlung im März 2018 einen Vizepräsidenten/-in: Beim Präsidenten melden.

 

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