SEEFORELLE – LOS GEHT`S! TEIL 2

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An einigen Voralpenseen steht die Seeforellen-Eröffnung vor der Tür. Im ersten Teil der Serie ging es um das „Ordnungmachen“ und um kleinere Pflegearbeiten an der Hardware. Der zweite Teil widmet sich nun dem Thema Köder.

Text und Bilder: Marius Mazenauer, schleppfischen.ch

Leider wird nicht jede gute Vorbereitung so wunderbar belohnt. Traum-Seeforelle mit 84 cm.

Ködertuning (Kunstköder)

Da die Kunstköder mit dem gewünschten Schlepptempo nicht immer optimal laufen, verbringe ich während und nach der Saison einige Zeit, die neuen Kunstköder auf «meine Schleppgeschwindigkeit» zu trimmen. Dies funktioniert aber nur gut, wenn man dies von einem Boot aus macht und die Geschwindigkeit des Bootes im Auge hat.

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Jeder Köder wird bei exaktem Schlepptempo auf seine Laufeigenschaften geprüft.

Bevor ich mich an der Form des Köders zu schaffen mache, wechsle ich die Haken. Gewisse Köder laufen mit Einzelhaken besser, andere mit Drillingen, daneben gibt es natürlich noch andere Kriterien wie das Gewicht des Hakens oder die Hakenform (Hakenschenkel und Bogenöffung). Im Grundsatz gilt folgendes: „Drillinge stabilisieren und Singlehooks machen den Köder wilder“.  Wenn dies alles noch nicht den gewünschten Erfolg bringt, macht man sich an den Sprengringen zu schaffen und ändert so die Gewichtsverhältnisse. Erst wenn diese „sanften“ Änderungen nichts bringen, verändert man die Form des Schlepplöffels. Du solltest aber vorsichtig vorgehen. Bei Perlmuttspangen ist dies natürlich nicht möglich, hier ändert man zuerst die Richtung des Löffels und erst wenn dies noch nicht den gewünschten Erfolg bringt, beginnt man mit dem Schleifen der Form. Beim Schleifen sollte man in kleinen Etappen vorgehen und den Löffel immer wieder im Wasser testen. Es ist sehr wichtig, dass Perlmutt nur nass geschliffen wird, da der Schleifstaub sehr gefährlich für die Atemwege ist. Das Tuning von Perlmuttspangen ist eine Wissenschaft und kann in diesem Bericht nicht abschliessend behandelt werden.

Naturköder

Die Schleppfischerei mit Köderfischen ist mit viel Aufwand verbunden und erfordert etwas Übung, da nur perfekt montierte Systeme den erwünschten Erfolg bringen. Dieses Handwerk erfordert einiges an Erfahrung, da jedes Köderfischsystem seine Eigenart mit sich bringt und oftmals etwas Tuning erfordert wird, um es perfekt zum Laufen zu bringen.

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Die Köderfische fürs System lassen sich im Sommer einfacher fangen, als im Winter.

Da es in den Wintermonaten meist recht schwierig ist, passende Köderfische zu beschaffen, solltest Du spätestens bis Ende Jahr die Köderfischvorräte für die nächste Saison aufgefüllt haben. Mit Einbruch der ersten kalten Tage ziehen viele Jungfische zu ihren Winterrevieren, die oftmals in den Häfen liegen. Zu diesem Zeitpunkt hast Du noch einmal die Chance mit einem kleinen Zapfen und Fleischmaden die Weissfische zu fangen. Sobald das Wasser zu kalt wird, fressen die cyprinidenartigen Fische nur noch sehr schlecht, da ihr Stoffwechsel auf ein Minimum gesunken ist.

Die gefangenen Weissfische kommen nach dem fachgerechten Töten sofort in eine Kühlbox mit etwas Eis, so bleiben sie frisch und trocknen zudem nicht aus. Zu Hause wasche ich die Köderfische sorgfältig, so dass keine Schuppen abfallen und verpacke sie dann luftdicht. Im besten Fall verpackst Du sie mit einer Vakuumiermaschine. Beachte, dass die kleinen Fische dabei nicht zerdrückt werden. Wer selber nicht über eine eigene Vakuumiermaschine verfügt, kann die Köderfische auch in Minigripbeuteln einfrieren, zuvor drückst Du die Luft von Hand hinaus, so entsteht kein Gefrierbrand.

Einige Spezialisten geben zudem noch etwas Salz bei um die Fische noch etwas haltbarer zu machen. Aus meiner Sicht ist dies aber nicht unbedingt erforderlich, wichtig ist einfach, dass man sehr fettige Fischarten wie Lauben rasch verwendet. Nach 3-4 Monaten im Gefrierfach sind diese meist schon sehr weich.

SEEFORELLE – LOS GEHT`S! TEIL 1: hier

SEEFORELLE – LOS GEHT`S! TEIL 3: demnächst

Einen ausführlichen Beitrag zum Thema Löffel-Tuning findest du hier.

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