„PROJEKT RAUBAUM“ AN DER THUR

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Medienmitteilung FV Weinfelden/Michael Guhl 

Kurzbeschreibung:

Der Fischerverein Weinfelden hat zusammen mit der Pro Natura TG und dem Team vom Update Fitness Weinfelden einen Einbau von Raubäumen in der Restwasserstrecke vom Revier Thur 5 vorgenommen. Damit wird zur Aufwertung des Lebensraumes beigetragen. Unter anderem indem es die Strömungsvielfalt erhöht und Schutz wie auch Schatten bietet für vielerlei Lebewesen.

Ausgangslage:

Im betroffenen Abschnitt verläuft die Thur in einem sehr eintönigen Längs und Querprofil. Dies bedeutet wenig Strömungsvielfalt und wenig Schutz für viele Tiere. Das Wasser ist kaum beschattet und erwärmt sich im Sommer bei wenig Abfluss schnell. Die Wasserlebewesen finden kaum Schutz und sind Fressfeinden ausgeliefert.

Ziele:

– Erhöhung der Strömungsvielfalt

– Mehr Verstecke für Tiere

– Mehr Schutz bei Hochwasser

– Mehr Nahrung und Lebensraum für Wasserinsekten

– Mehr Schattenplätze im Wasser

Der Einbau:

Der Einbau der Raubäume wurde am Samstag 21. 09. 19 vorgenommen. Diese wurden auf der Höhe Tannenhof (Bussnang) in die Thur eingebracht und befestigt. 14 Raubäume wurden mit Armierungseisen im Untergrund befestigt und 3 wurden mit Seilen am Ufer an geknotet.

Der Einbau wurde personell unterstützt durch das Team vom Fitness Update in Weinfelden und die Pro Natura Thurgau, welche das Projekt auch finanziell unterstützt.

Das Projekt war nur möglich, dank einer sehr guten Zusammenarbeit mit allen involvierten Stellen beim Kanton, Gemeinde, Landbesitzern und Pächter. Zudem wurde uns einiges an Werkzeug kostenlos zur Verfügung gestellt von der Stutz AG und Andreas Guhl. Bei all diesen Stellen, wie auch bei den Lieferanten von Bäumen und Eisen, sind wir auf sehr grosse Unterstützung gestossen und danken herzlich dafür.

Das Projekt an der Thur im Thurgau ist Pionierarbeit. Es soll auch Aufschluss über Wirksamkeit und Dauerhaftigkeit, sowie Kosten solcher Projekte geben. Unser Projekt ist zur Ergänzung, sowie auch als Übergangslösung zu Projekten des Kantons gedacht. An Orten wo das Kosten und Nutzen Verhältnis einer Renaturierung als gering bewertet ist, können solche Projekte trotzdem einen enormen Mehrwert schaffen.

Am Tag des Einbaus konnten wir bereits zusehen, wie sich die kleinen Fische bereits bei den Bäumen versammelten.

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