DIE BESTEN KÖDER FÜRS EISFISCHEN

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Eisfischen ist eine materialintensive Angelegenheit. Eisbohrer, Schaufel, Schneeschuhe – da geraten die eigentlichen Fischerutensilien fast schon in Vergessenheit. Doch nicht bei uns! Nachfolgend findest du eine (natürlich nicht vollständige) Zusammenstellung der im Alpenraum gebräuchlichen Techniken und Köder fürs Eisfischen.

Text, Bilder und Video: Pascal Bader

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Das weit verbreitete Tirolersystem bleibt der Klassiker – auch beim Eisfischen.

Toter Köderfisch am Bleikopf-System (Tiroler-, Costasystem etc.)

Der wohl beste Eisfisch-Köder für Namaycush, Bachsaibling und Bachforelle. Durch den authentischen Eigengeschmack und das realistische Aussehens ist der tote Köderfisch aus meiner Sicht unschlagbar. Am besten funktionieren Rotaugen oder Schneider mit einer Länge von sechs bis acht Zentimeter. Es ist nicht viel Eigenbewegung nötig, wenn Du den Köder führst. Lass ihn auf den Grund aufsetzen und hebe und senke ihn um etwa 20 bis 30 Zentimeter. Gelegentlich lässt Du ihn auf dem Grund aufprallen, um ein wenig Staub aufzuwirbeln, das ist speziell für Saiblinge verlockend.

Hier siehst du eine sehr praktische Variante das Tirolersystem zu montieren.

Der vertikale Gummifisch fängt manchmal besser als der tote Köderfisch am System.

Natürlich geht auch der Kunst-Köfi.

Vertikal-Gummifisch

Bei der Wahl eines Gummifischs stehen alle Türen offen. Zu beachten gibt es aber, dass dein Köder in der Waage ist, also nicht am Schwanzende absackt. Je nachdem wie intensiv du den Gummifisch bewegen möchtest, wählst Du einen beweglicheren oder steiferen Gummi mit Schaufel oder Fransen. Wobei ein passiv geführter Köder weicher sein sollte, also mehr Eigenleben an den Tag legen sollte. Der Köder sollte bereits bei langsamem Heben und Senken sein Spiel entfalten – also immer zuerst 1:1 ausprobieren. In der Regel reicht bei den fünf bis zehn Zentimeter langen Gummifischen ein einfacher Jig-haken. Alternativ kannst Du den Gummifisch auch am Dropshot-Rig anbieten, damit ist auch (falls erlaubt) mehr als eine Anbissstelle möglich.

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„Aggressive“ Farben ermutigen die runtergekühlten Fische zum Anbiss.

Bienenmade

Die Bienenmade eignet sich hervorragend zum Eisfischen. Vor allem Regenbogenforellen sprechen auf die kleinen Energiehappen an. Du kannst sie an einem Naturköderhaken knapp unter der Eisschicht bis in etwa drei Meter Tiefe anbieten. Am besten gehts, wenn Du mit einem Endblei von etwa sieben Gramm fischst und den/die Haken oberhalb des Bleis an einem kurzen Seitenarm anbringst, ähnlich einer Hegene/Gambe. Ich fische die Bienenmade passiv an einer weichen Rute im Rutenhalter, ohne Pose, dafür mit einer Glocke am Rutenspitz.

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Die Bienenmade wird ganz auf den Haken aufgezogen und an einem Seitenarm knapp unter dem Eis angeboten.

Wurm

Würmer eignen sich nur bedingt zum Eisfischen – nicht weil sie nicht fängig wären, doch sie frieren sehr schnell ein an der eisigen Luft und sind dann nicht mehr zu gebrauchen. Wenn aber Temperaturen über Null Grad herrschen, dann gehen Würmer auch gut. Du bietest sie entweder gleich an, wie die Bienenmade, oder aber du legst sie auf Grund an eine passive Rute.

Nymphenhegene (Renkensystem)

Eine alternative Technik beim Eisfischen ist die Nymphenhegene, wie sie zum Felchenfischen verwendet wird. Hegene zum Grund lassen und gaaanz langsam hochziehen – jeder Zupfer wird mit einem Anhieb quitiert. Wer jetzt denkt, da beisst im besten Fall eine Regenbogenforelle drauf, der täuscht sich. Ein Angelkollege fing darauf eine Namaycush mit satten 65 Zentimeter.

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Sie wird nicht oft eingesetzt, doch fängig ist sie trotzdem, die Nymphenhegene.

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