DER ULTIMATIVE SEEFORELLENKÖDER (TEIL 1)

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Seit vielen Jahren übe ich auf verschiedenen Schweizer Seen die Schleppfischerei auf Seeforellen aus. Anfangs waren die Erfolge eher mässig. Meist endeten die Tage nach langer Fahrt bei eisiger Kälte ohne Erfolg – bis an jenem Tag, an welchem mich Perlmutt-Spangen in ihren Bann zogen.

Die ersten Perlmutt-Spangen wurden mir von einem Fischerkollegen geschenkt. Der Kollege meinte, ich solle die einmal austesten an meinem Hausgewässer. Mit dem besagten Perlmutt-Spangenset wurden die Fänge wesentlich mehr. Zwei Spangen aus dem Set fingen sogar überdurchschnittlich viele Seeforellen. Dieser Umstand liess mir keine Ruhe mehr.

Nicht jede ist gleich (fängig). Aber wunderschön sind sie alle.

Warum fangen Perlmutt-Spangen so gut?

Aufgrund der ersten Erfolgserlebnisse wurden schnell alle Blechlöffel durch Perlmutter ersetzt. Weshalb die einen Perlmutt-Spangen so viel besser fingen als die anderen, habe ich erst einige Zeit später herausgefunden. Klar wurde aber schnell, dass von fünf gekauften, neuen Spangen immer eine dabei war, welche so viele Kontakte gab wie alle anderen vier zusammen. Bei den Blechlöffeln war die Verteilung der Bisse meistens gleichmässig. Manchmal war es der weisse, dann wieder der dunkle, der pinke, oder der schmale, der zum Erfolg führte. Keiner erwies sich als «der Löffel».

Als ich aus circa 100 Spangen ein Set von zehn Spangen ausselektiert hatte, welche regelmässig Fische verführten, habe ich angefangen mich mit dem Lauf der Spangen zu befassen. Es war mir aufgefallen, dass diese zehn Spangen eher inkonstante Laufeigenschaften besassen. Sie fielen immer wieder aus dem Gleichgewicht und brachen auf eine Seite oder nach oben und unten aus. Darunter gab es aber auch monoton laufende Spangen, welche gut fingen. Auf diese Spangen reagierten nicht nur Seeforellen besonders gut, sondern als Beifang habe ich auch Zander, Saiblinge und grosse Barsche gefangen. Es kam bei diesen Spangen auch vor, dass sie eine Zeit lang nicht mehr so viel fingen, weil die Farbe des Wassers, die Temperatur oder andere Faktoren sich geändert hatten. Aber wenn die Bedingungen ähnlich waren, standen die Chancen sehr gut Bisse zu erhalten.

Nur durch Ausprobieren findet man die so wertvollen „Fänger“.

Warum funktioniert dies bei Blech nicht so?

Auch mit Blech fängt man grosse Forellen. Es fragt sich nur, ob der Blechlöffel nach dem Drill und wilden Zappeln im Kescher noch die genau gleiche Biegung hat, welche ihn zum Top-Köder macht? Das ist meiner Meinung nach genau der Grund, weshalb einige Perlmutt-Spangen konstant extrem fängig sind: Man kann diese nicht verbiegen!

Zur Produktion von Perlmuttspangen braucht es ein genaues Auge damit die Verhältnisse von Spangenlänge und Breite perfekt abgestimmt sind. Nur wenn dies stimmt, läuft die Spange verführerisch für den Fisch. Natürlich hatte es mich interessiert, wie sich das Laufverhalten ändert, wenn die Spange nur mit kleinsten Abweichungen nachgeschliffen wird. Manchmal sieht man den Unterschied von blossem Auge sehr gut. Manchmal sind es aber nur kleinste Änderungen im Laufverhalten, welche man kaum wahrnimmt. Doch die Fische nehmen es wahr! Durch kleinste Änderungen kann eine Spange zum «Super-Fänger» werden oder natürlich auch zum Fischvergrämer. Deshalb sollte man nie etwas an einer fängigen Spange ändern – weder an den Haken, noch an den Wirbeln. Die ganze Einheit soll genau so bleiben, wie sie ist. Heute ist mir klar, dass ich nie einen Löffel besass, der schon mehr als 20 Forellen gefangen hatte. Kleinste Verbiegungen haben grosse Auswirkungen!

Weiter geht es nächste Woche mit Teil 2 von Rogers «DER ULTIMATIVE SEEFORELLENKÖDER». Dabei beantwortet er unter anderem die folgenden Fragen: Wie stellt man Spangen ein? Wie ermittle ich die Top-Fänger? Welche anderen Faktoren sind entscheidend für den Erfolg?

Bis demnächst,

Euer Roger Wyss, www.perlmutt-spangen.ch

Übrigens: Am 1. Dezember 2018 präsentiert Roger seine Spangen im Rahmen von «Seeforellen Event und Neuheitenmesse bei Isufisch Fischereiartikel» in Stansstad (CH). Er wird den ganzen Tag vor Ort sein und dich gerne beraten.

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