3 X 3 ÄSCHEN WEISHEITEN – 2. TEIL

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Mit der langen Flussrute auf Äschen zu fischen ist effizient und macht riesen Spass.

Als Äschenfischer musst Du dich mit einem sehr eigensinnigen und sensiblen Fisch auseinandersetzen. Die schöne Fahnenträgerin lässt sich gerne bitten, doch mit ein wenig Spezialwissen und viel «learning by doing» stellt sich der Erfolg irgendwann ein. Die Praxis müssen wir vom «Alpenfischer» Dir überlassen, doch das Spezialwissen können wir versuchen hier aufzeigen.

Text und Bilder: Pascal Bader

3 x Posenfischen

1 X – Tiefe Rinnen suchen

Langsam fliessende, tiefe Rinnen sind garantierte Standplätze von Äschen.

Die typische Äschen Region ist geprägt durch eher breite und träge fliessende Gewässer. Diese haben oft eine relativ flache Bodenstruktur. Es gilt also herauszufinden, wo die Äschen stehen. Man kann auf jeden Fall sagen, dass Vertiefungen in der Gewässersohle wie ein Magnet auf die Äschen wirken. Meistens stehen sie gleich an der Abrisskante am Anfang der Vertiefung. Ebenfalls sind langgezogene Rinnen typische Äschen Standplätze.

Fazit:

Vor dem Auswerfen solltest Du wissen, wo in dem Gewässer sich diese Vertiefungen oder Rinnen befinden. Im Winter, bei Niedrigwasser offenbaren sie sich – merke dir die Stellen.

2 X – Köder Am Grund anbieten

Er hat seine Pose so eingestellt, dass der Köder direkt am Grund treibt.

Wenn sie nicht gerade auf treibende Insekten steigt, dann ist die Äsche dicht am Gewässergrund zuhause. Ihre Taktik besteht darin den schwachen Strömungsdruck direkt am Grund auszunützen, um wenig Energie zu verschwenden. Entdeckt Sie ein abdriftendes Insekt, das sie gerne fressen möchte, so verlässt sie diesen Bereich nur ganz kurz, um gleich wieder an den Standplatz zurückzukehren.

Fazit:

Dein Köder (Nymphe oder Naturköder) muss also knapp über Grund vor die Schnauze der Äsche treiben. Dann stehen die Chancen für einen Biss am besten.

3 X Lauf leicht verzögern

fischen, Alpenfischer, Äsche

Die Pose steht schräg – durch schleifen des Köders am Grund oder durch leichtes Bremsen an der Laufrolle wird der Lauf verzögert. Mit dem Zeigefinger an der Rolle wird verzögert.

Die Oberflächenströmung, der deine Pose ausgesetzt ist läuft schneller als die Strömung am Grund. Ein Insekt, das abtreibt wird durch die etwas langsamere Strömung dicht am Grund abgebremst. Es würde also unnatürlich wirken, wenn dein Köder schneller als die Strömung abtreibt. Den Lauf leicht verzögern kannst Du mit einer «Laufrolle» am besten.

Fazit:

Du solltest also beim Verzögern des Laufs ein etwas längeres Vorfach verwenden und die Bebleiung entsprechend anpassen. So lange, dass dein Köder immer noch dicht am Grund läuft.

Am Samstag, 18.11.2017 erscheint der dritte Teil der Serie 3 X 3 Äschen Weisheiten zum Thema Fliegenfischen – schau rein.

Hast Du den ersten Teil der Serie schon gelesen? Hier gehts zum 1. Teil:

1. Teil – 3 X 3 Äschen Weisheiten

 

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